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Parkproblem Traunsteinstraße wird vorerst zum Seebahnhof verlegt.

Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde, liebe Traunsteingeher!

 

 

In den letzten Tagen, mitten in der Sommersaison, wurden neue Regelungen in der Traunsteinstraße festgelegt. 50 Parkplätze wurden vom GH Ramsau bis zum Umkehrplatz mit dem Argument der Verkehrssicherheit entfernt, nicht jedoch im vorderen Bereich beim Grünbergwirt oder beim Surfclub, offensichtlich ist dort die Sicherheit kein wichtiges Thema. Schade ist, dass die Parkplätze für das gesamte Jahr, auch für die ruhige Jahreszeit verloren sind. Die gesamte Traunsteinstraße wird während Samstagen und Sonntagen zw. 05:00 und 15:00 Uhr zur Kurzparkzone erklärt, somit ist es Traunsteingehern an diesen Tagen nicht mehr möglich in der Traunsteinstraße zu parken. Angeboten wird der Gebührenparkplatz beim Seebahnhof, der eigentlich dringend von Benützern der Grünbergseilbahn oder von Badegästen benötigt wird. Ein Shuttlebus der die Traunsteingeher weiterbefördern sollte kostet pro Person € 5,--. Ein normales Taxi (zB. Taxi Aicher 0676/33 47 586) kostet für diese Strecke € 12,--, im Gegensatz zum Shuttlebus für 4 Personen € 20,--, oder das Traunseetaxi € 16,--. Wie die Lösung im nächsten Jahr aussehen wird ist ungewiss, da doch auf dem Seebahnhofareal ein Hotel sowie eine Geschäfts- und Wohnanlage gebaut, und die ca. 300 Gebührenparkplätze nicht mehr vorhanden sein werden. Am kürzlich von der Gemeinde mit öffentlichen Steuergeldern erweiterte Michparkplatz, im oberen Bereich, wurde bereits ein Entwurf für ein Parkhaus vorgelegt, das aber leider nicht in die Erde als Tiefgarage, sondern als Hochbau geplant wurde. Vom Viktoria Luise Park schaut man dann auf ein mehrgeschossiges Parkhaus und nicht mehr auf den See. Das Parkhaus sollte 400 PKW-Stellplätze haben, es gibt aber ca. 375 berechtigte Geschäfts- und Bankmitarbeiter für Parkplätze, dh. es werden vermutlich nur ein paar wenige die Möglichkeit haben dort einen Parkplatz zu finden, aber dafür mit attraktiver Aussicht. Wahrscheinlich werden dann die Traunsteingeher gezwungen in den Nachbargemeinden zu parken. Die Naturfreunde Ortsgruppe Gmunden haben am Traunstein € 1,5 Mio. mit heimischen Firmen in den Umbau gesteckt. Viele Tausend ehrenamtliche Stunden und erhebliche Geldmittel werden von den Alpinvereinen in die Erhaltung der Bergsteige investiert, eine Einbindung bei der Verkehrslösung war von der ÖVP-Stadtpolitik nicht gewünscht. Beim Bürgermeister haben wir gemeinsam, Alpenverein, Naturfreunde, Wirtin von der Mairalm und WKO im Nachhinein zumindest einen Shuttlebus für die ganze Woche erreichen können. Begrüßen können wir die Abänderung der Geschwindigkeitsbegrenzungen, der ständige Wechsel von 30 auf 50 km/h hat nur Ärger und keine Verbesserungen gebracht, künftig sollte durchgehend 40km/h gefahren werden dürfen, derzeit herrscht noch etwas Verwirrung weil die Bodenmarkierungen mit den Verkehrszeichen nicht übereinstimmen. Nachdem der Sinn einer Kurzparkzone ein mehrfacher Wechsel sein sollte, wird der Verkehr beim Umkehrplatz bzw. beim Einstieg des Hernlersteiges vermutlich nicht weniger werden und wahrscheinlich künftig vermehrt den Campern mit ihren Wohnmobilen zur Verfügung stehen, eine Einschränkung für Wohnmobile gibt es derzeit noch nicht, ob dies eine zufriedenstellende Lösung sein wird bleibt abzuwarten. Auf vielen schönen Parkplätzen wie zB. auf der Bräuwiese oder am Langbathsee ist das Parken für Wohnmobile während der Nachtstunden verboten, bei uns in der Traunsteinstraße ist das vorerst noch uneingeschränkt möglich. Beim 1. Wochenende war der Wetterbericht nicht sehr gut, daher sind viele Traunsteingeher nicht gekommen und wahrscheinlich auf andere Berge gegangen. Der Bus und das Traunsteintaxi hat teilweise nicht funktioniert, viele Wanderer haben sehr lange gewartet und schließlich ein normales Taxi angerufen. Die Äußerungen von unseren Gästen sind (Verärgerung, Abzocke, schlechte Lösung, wir kommen nicht mehr, wir haben 2 Stunden bis zum Umkehrplatz gebraucht…) Wir hoffen zumindest bei der angekündigten Evaluierung im Herbst eingebunden zu werden.

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